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SchneeBall - eine Bildbeschreibungschneeball

Kennen Sie diese Plakate? Da wird ein ästhetisch ansprechendes Motiv aus der Vergangenheit genommen, sagen wir z.B. eine in ein prächtiges Rokoko-Kostüm gewandete Frau, und dann auf Teufel komm raus ironisiert mit anachronistischen und komplett unpassenden (und üblicherweise diversen mittlerweile offenbar unvermeidlichen phallischen) Elementen, wie z.B. einer Bratwurst. So zu sehen auf den aktuellen Opernball-Plakaten der Staatsoper Hannover. Wir fragen uns, ... nein, eigentlich fragen wir uns gar nichts dazu. Denn, gewiss, wir mögen Bratwurst, und, sicher, wir mögen glitzernde Bälle, aber wir sind offenkundig in der Lage, die beiden nicht etwa zu Glitzer-Bratwürsten und Bratwurstbällen zusammenzupanschen.

Um wie viel gelungener ist da das vorliegende Plakat zum SchneeBall der Helene-Lange-Schule! Eine angenehme Bildkomposition, die einen teilweise von schmelzendem Schnee bedeckten Tannenzweig zeigt. Scheinbar mühelos wird hier eine symbolische Tiefe erzeugt, die das Bratwurst-Rokoko der Staatsoper nur behaupten kann. Das Grün der Hoffnung des Tannenzweigs schimmert durch das kalte Weiß des Schnees, dessen Schmelzen auf den nahenden Frühling verweist. Ein zeitloses Motiv, das deswegen auch keine anachronistischen Effekthaschereien bemühen muss.

Von wunderschöner Zeitlosigkeit war denn auch der Ball (der erste seiner Art) geprägt. Da brachten Walzerklänge im Verein mit Ed Sheeran und Xavier Naidoo den SchneeBall ins Rollen – in Richtung einer Hommage an die tanzbare Lebensfreude. Ihr Übrigres leistete dazu die im übrigen beste Band der Welt, die BigBand der Helene-Lange-Schule, die das letzte Eis auf dem Parkett mit Swing-Klassikern wie 'Feelin' Good' oder 'Caravan' nicht nur brach, sondern zum Kochen brachte - wie es denn auch Drummer der Band, Hannes D., in gewohnt erfrischender Sprache auf den Punkt brachte: 'Ich dachte erst, es wird scheiße, aber es war einfach nur geil.' Starke Worte, die aber dennoch des Pudels Kern treffen.

Was nun den Opernball angeht: wir wissen nicht, was den geneigten Besucher dort erwarten wird. Angesichts des eingangs diskutierten Plakats jedoch rechnen wir mit dem Schlimmsten und raten den Freunden des Tanzes zur Vorsicht! Schließlich: will man in Hannover einen zauberhaften Abend bei wunderschöner Musik verbringen und dabei das Tanzbein schwingen, dann sollte man ab sofort den SchneeBall der Helene-Lange-Schule als ernsthafte Alternative auf der Rechnung haben.

Lars Klene

 
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