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State College, We’d Have Liked to Stay bild-usa-2017-gruppenbild-wesses-haus2

Es gab sie auch — die andächtigen und stillen Momente. Denn Besuche des politischen Zentrums Washington, D.C., der hektischen Großstadt New York sowie Ausflüge im ländlichen Pennsylvania bedeuteten nicht nur Aufregung und Unmengen neuer Eindrücke, sondern sorgten auch für Augenblicke, in denen alle auf einmal ruhig wurden. Alle? Damit sind die 16 Zehntklässlerinnen und Zehntklässler der Helene-Lange-Schule gemeint, die im Rahmen des diesjährigen USA-Austauschs bei Gastfamilien in State College, Pennsylvania, wohnten und zweieinhalb Wochen lang das Leben an einer amerikanischen High School sowie bei diversen Ausflügen Land und Leute näher kennenlernten (siehe auch den ersten Bericht zum USA-Austausch „State College, Here We Come“). 

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Für Ruhe und andächtige Stille, könnte man da meinen, sei während eines knapp dreiwöchigen USA-Aufenthalts wenig Zeit — schließlich gab es so viel zu sehen, zu erleben und auszuprobieren. Das galt auch für den zweiten Teil der Reise, bei dem die von Herrn Bergmeier und Frau Lindmüller begleiteten Schülerinnen und Schüler neben zahlreichen Aktivitäten mit den Gastfamilien unter anderem einen zweitägigen Ausflug in die Hauptstadt Washington, D.C., zur Tropfsteinhöhle „Penn’s Cave“ und zu der Glaubensgemeinschaft der Amischen unternahmen. Einen interessanten Kontrastpunkt zur Erkundung des politischen Zentrums stellte der Besuch des Nationalfriedhofs in Arlington dar. Denn während die Schüler bei ihrem Besuch des Kapitols, auf der National Mall und auf dem Weg vom Washington Monument zum Lincoln Memorial von Menschenmengen und imposanten Bauwerken umgeben waren, wurde es am Grab des unbekannten Soldaten auf einmal mucksmäuschenstill. Gebannt verfolgten sie die mit militärischer Präzision durchgeführte Routine des Wachwechsels und zeigten sich von der feierlich-ernsten Atmosphäre sichtlich ergriffen. 

Eine ähnliche Stille herrschte am Grab von George Washington auf dessen Landsitz Mount Vernon. Hier bild-usa-2017-washington-memoriallernten die Schüler, dass der erste Präsident der Vereinigten Staaten nicht nur ein wagemutiger Anführer im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, sondern auch ein erfindungsreicher Farmer war. Dass der bis zum heutigen Tag verehrte Nationalheld auch Sklaven hielt, ist dabei ein in der Vergangenheit gern übersehenes Kapitel, dem die Ausstellung heute einigen Raum beimisst.

bild-usa-2017-fottball-high1Schule — ein Ort konzentrierter Stille? Dass dies kein Widerspruch sein muss, erfuhren die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll beim Besuch einer Schule der Amischen, einer ursprünglich aus Süddeutschland und der Schweiz stammenden Glaubensgemeinschaft, deren Mitglieder heute noch an der ursprünglichen Lebensweise ihrer Vorfahren festhalten. Fasziniert erlebten sie dort, wie Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen in ein- und demselben Klassenzimmer von einer einzigen Lehrerin unterrichtet wurden — und dies mit größter Disziplin bei gleichzeitig völligem Verzicht auf moderne Technik. Im Gedächtnis bleiben wird den deutschen Gästen wohl auch das sagenhafte Mittagessen in einer amischen Familie, das in einem deutlichen Gegensatz zu dem bei mehreren Ausflügen in oft recht kurzen Mittagspausen hastig hinuntergeschlungenen Fast Food in diversen „food courts“ stand. 

bild-usa-2017-fottball-high2Doch nicht nur Abstecher politischer und kultureller Art vermochten für Stille sorgen: Auch ein sportlicher Höhepunkt des Austausches, der Besuch eines Football-Spiels der High School-Mannschaft, sorgte für — wenn auch kurze — Momente gebannter Stille vor dem Touchdown. Apropos Football: Ein besonderes Erlebnis war für einige Schüler auch der Besuch eines Spiels der „Penn State“-Mannschaft im über hunderttausend Zuschauer fassenden Beaver Stadium — natürlich vorausgesetzt, dass die Gasteltern an einige der begehrten Karten gekommen waren.

Doch unabhängig davon, ob es sich um andächtig-stille oder aufregend-hektische Momente handelte: Die Zeit in den USA war für die deutschen Schüler ein faszinierendes und leider viel zu kurzes Erlebnis: State College, we’d have liked to stay!

Von Rolf Bergmeier und Stephanie Lindmüller

 
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