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2016 tansania001Moringa - kann ein Baum Wunder bewirken? - ein spannendes Projekt mit unserer Partnerschule in Tansania (Okt. 2016)

Schwerpunkt unseres diesjährigen Besuchs bei unserer Partnerschule in der Steppe am Kilimanjaro war die Beschäftigung mit Moringa-Bäumen, die der Schule hoffentlich in naher Zukunft Schatten, Erosionsschutz, Nahrungsergänzung und mehr Vorteile bringen werden.
Neben der gemeinsamen, intensiven Arbeit an diesem Projekt tauschten sich unsere 14 HLS-Schüler/innen mit 29 Schüler/innen der Msitu wa Tembo Secondary School während des Aufenthaltes an der Schule und auf gemeinsamen Exkursionen über das Schulleben und ihre jeweiligen Lebensgewohnheiten aus.   

 

Gruppenbild 2016 Tansania

Moringa

Das Moringaprojekt begann in Tansania mit einem Seminar, welches von dem einheimischen Moringaexperten John Kabugi geleitet wurde. In diesem erklärte er uns zum Einen, wie man die Bäume pflanzt und schützt und zum Anderen die besonderen Eigenschaften des Wunderbaumes. Er enthält bei gleichem Gewicht zum Beispiel sieben mal mehr Vitamin C als Orangen und viel mal mehr als Spinat, aber diese sind nur zwei von vielen Vorteilen, die der Moringabaum mit sich bringt. Zudem lassen sich alle Bestandteile des Baumes (Wurzeln, Rinde, Blätter, Blüten etc.) verwenden, aber er hat auch Feinde in der Steppe Afrikas. Denn auch Ameisen, Ratten, Ziegen und Esel nutzen diesen als Nahrungsquelle. Aufgrund dieser Umstände geriet das Projekt ins Stocken, da zunächst ein schützender Zaun errichtet werden musste. Doch trotz dieser Widrigkeiten pflanzten wir zusammen mit dem German Club und Herrn Kabugi den ersten Moringabaum. In den nächsten Tagen wird eine große Pflanzaktion stattfinden, in der mindestens 200 weitere Bäume folgen werden.

Hannes, Selina, Henrik und Milan

 

Land & Leute in Tansania

Man hört das Wort „Afrika“. Die ersten Gedanken, die einem in den Kopf schießen, sind weite Steppen, wilde Tiere, trockene Landschaft, schmutzige Baracken und arme Leute. Nach unserer Landung am Kilimandscharo Airport und unserer ersten Nacht im Gästehaus in Fukeni bot sich uns ein anderes Bild: Die Landschaft ist gar nicht so karg. Vor unserem Gästehaus war ein Meer aus Bananenpalmen.
Statt kleinen, schmutzigen Baracken fanden wir solide gebaute, bunte Häuser aus Stein oder Lehm vor und es schien nicht wie erwartet die Sonne, sondern es war bewölkt und diesig.
Wilde Tiere? Eher nicht, wir stießen nur auf Hühner und Kühe, ab und zu kreuzte auch ein Hund unseren Weg – anders so in den Nationalparks, dort fanden wir Tiere vor, die unsere Gedanken von Afrika wieder bestätigten.
Geweckt wurden wir sowohl von dem Weckruf des Hahns als auch von Kindergesängen der Grundschulkinder, die auf dem Weg zur benachbarten Schule waren. Als wir die Gegend um unser Haus erkundet hatten, kamen die meisten Grundschüler zu uns und einige haben uns Löcher in den Bauch gefragt, andere wiederum wollten nur ein Foto.
Insgesamt sind hier sowohl die Erwachsenen, als auch die Kinder wahnsinnig gastfreundlich und hilfsbereit.
Bevor wir den Tag nach der Anreise nach Moshi fuhren, kannten wir nur die schlechte Straße hoch nach Fukeni. Im Vergleich dazu waren die Straßen in Moshi trotz ihrer starken Beanspruchung sehr gut intakt. Nachdem wir in der Stadt waren und den ersten Laden gestürmt hatten, wunderten wir uns über die sehr geringen Preise hier. Eine Postkarte im Großformat kostet hier umgerechnet gerade mal 41 Cent. Eine Cola (350ml) kostet im „Union-Café“ auch gerade mal 1000 Tansanische Schilling, also auch 41 Cent. Als wir unseren Kuchen verspeist, die Getränke ausgetrunken hatten und wieder im Bus saßen, kam eine Horde von Straßenverkäufern auf uns zu und wollte uns allerlei Souvenirs verkaufen, teils aber zu überirdischen Preisen. Man muss sich erst dran gewöhnen, „Nein“ sagen zu können, und wenn man doch „Ja“ sagt, sollte man verhandeln können, was bei einigen Schülern nicht geklappt hat.

Lukas, Nils, Alexander & Ole

 

Msito wa tembo

Die Schule „Msitu wa tembo“ (Wald der Elefanten) bekam ihren Namen dadurch, dass das Gebiet auf dem jetzt die Schule steht, früher von Elefanten bewohnt war. Von den ca. 400 Schülern leben etwa die Hälfte in Schlafhäusern neben der Schule, nach Alter getrennt. Die Schule hat einen großen Sportplatz, auf dem die Jungen in ihrer Freizeit gerne Fußball oder Volleyball spielen.
Am ersten Tag an der „Msitu wa tembo Secondary School“ wurden wir sehr warm und herzlich empfangen. Sogleich fand ein gegenseitiger Austausch statt und die Schüler zeigten sehr viel Interesse an unserem Leben in Deutschland. Während unserer Zeit mit dem German-Club brachten wir uns gegenseitig Tänze, Lieder, Spiele und etwas über unser Leben in Deutschland und Tansania bei.
Man kann sagen, dass die Schüler sehr offen waren, und uns sofort herzlich aufgenommen haben. Man hatte nie das Gefühl nicht erwünscht zu sein und hat sich immer aufgenommen gefühlt.
Wenn wir in den Klassenzimmern saßen, war man meistens direkt von einer Schar Schüler umgeben, die sehr an unserem Schulleben und deutschen Vokabeln interessiert waren und versucht haben, uns Kisuaheli beizubringen.

Tara, Marvin und Cindy

 

Exkursionen

Während unseres Tansania-Austausches machten wir viele interessante Exkursionen; eine davon zu dem nahegelegenen Wasserfall im Kilimandscharo Nationalpark. Zusammen mit den Schülern des German Clubs der Msitu wa tembo Schule unternahmen wir eine Wanderung durch den Regenwald, welche mit einem Picknick am Wasserfall endete. Auf unserer Wanderung begegneten uns viele exotische und außergewöhnliche Pflanzen und Tiere. Zudem konnten wir weitere enge Kontakte mit den Schülern unserer Partnerschule pflegen.
Eine weitere Exkursion führte uns in den Westen Tansanias zum Ngorongoro Krater. Auf Safari erkundeten wir mit Jeeps den Krater und konnten viele faszinierende Dinge beobachten, unter anderem atemberaubende Natur und spannendes Verhalten der Tiere. Wir hatten die Chance die Tiere hautnah und in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Den Tag darauf verbrachten wir im Tarangire-Nationalpark, in dem die Tiere leider eher versteckt blieben. Doch man kann sagen, dass wir auf all unseren Ausflügen viele neue und interessante Einblicke in das Leben Tansanias gewannen und dabei viel Spaß hatten.

Finja, Chantal, Emma

 

Das Tansania-Projekt am Helene-Lange-Gymnasium in Hannover-Linden (Stand September 2015)alt

Die „Msitu wa Tembo Secondary School”

Unsere Partnerschule befindet sich in Langasani, einem kleinen Ort in der Nähe der Provinzhauptstadt Moshi am Fuße des Kilimandscharo. Die Schülerinnen und Schüler der „Msitu wa Tembo Secondary School“, die den Klassen 8 bis 11 des deutschen Gymnasiums entspricht, sind zwischen 13 und 20 Jahre alt. Viele von ihnen leben unter der Woche im Internat der Schule. Die Schülerschaft ist kulturell vielfältig zusammengesetzt. Es gibt Moslems und Christen verschiedener Konfessionen, unter ihnen auch viele Massai-Kinder.

 2015 Tansania001a

Die ca. 650 Schüler und Schülerinnen werden von 12 engagierten Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Die Klassen sind mit ca. 50 Schülerinnen und Schülern sehr groß und die Räume schlecht ausgestattet. So hat nicht immer jeder einen eigenen Sitzplatz und es fehlt an den grundlegendsten Unterrichtsmaterialien. Die Schüler und Schülerinnen dieser staatlichen Schule zahlen Schulgeld und müssen zusätzlich regelmäßig Holz für den Küchenherd mitbringen. Sind sie dazu nicht in der Lage, dürfen sie nicht am Unterricht teilnehmen. So kommt es dazu, dass einige von ihnen ihre Ausbildung immer wieder unterbrechen müssen, um Geld für den Schulbesuch zu verdienen.
Mitten in der Steppe gelegen nutzte die Msitu wa Tembo Secondary School bisher Quellwasser aus den Vorbergen des Kilimandscharo, das stark mit Fluoriden belastet ist. Diese natürliche Gegebenheit verursacht bei dauerhafter Aufnahme die Krankheit Fluorose, die die Zähne gelb färbt und die Knochen zerstört. Des Weiteren ist die Schule aufgrund ihrer relativ abgelegenen Lage nicht an das staatliche Stromnetz angeschlossen. Das bedeutet, dass die Internatsschülerinnen und -schüler bisher ab sechs Uhr abends quasi im Dunkeln saßen und keine Möglichkeit zum Lernen hatten. Die Versorgung mit Wasser und Strom war somit das Problem, das für unsere Partner in der „Msitu wa Tembo Secondary School“ zunächst Vorrang hatte. Mit unseren Projekten konnten wir die Schule bei der Lösung dieses Hauptproblems unterstützen.

 

Partnerschaft und Projekte

Seit August 2011 besuchten wir unsere Partnerschule regelmäßig. Viele gemeinsame Aktionen – die Teilnahme am Unterricht, Sport und Spiel und gemeinsame Exkursionen – haben aus Fremden Freunde gemacht. Dank der Spendenbereitschaft der HLS - Schulgemeinschaft und der großzügigen Unterstützung durch weitere Sponsoren konnten wir die Schule mit zwei Regenwassertanks, die von dem mit Fluorid belasteten Quellwasser unabhängig machen, einer eigenen Solaranlage, die eine autarke Stromversorgung nachhaltig gewährleistet, ausstatten.

2015 Tansania002

Ebenso erfolgte die Erweiterung der Toilettenanlagen für Mädchen. Indem wir die Planungen der Handwerker und Zulieferer vor Ort begleiten und den Beginn der Bauarbeiten beobachten konnten, haben wir viel über die infrastrukturellen Schwierigkeiten des Landes erfahren und das Engagement unserer Partnerschule besonders schätzen gelernt.
Der Solarstrom ermöglichte es, dass wir die Schule mit Netbooks, PCs, Drucker, Beamer und Kopierer ausstatten konnten. Auch Schulbücher, Hefte und Stifte wurden dringend benötigt. Die Anschaffungen aus unseren Spendengeldern der letzten fünf Jahre sind in ausgezeichnetem Zustand und werden ausgiebig genutzt. Das ganze Schulleben hat sich dadurch positiv verändert.
Bei unserem dritten Besuch in den Sommerferien 2013 konnten wir dank des Einsatzes unserer Schülerinnen und Schüler und ihrer Sponsoren die dringend notwendige Renovierung von zehn Klassenräumen finanzieren. Böden, Wände, Fenster und Türen wurden in einen Zustand gebracht, der eine gute Lernatmosphäre ermöglicht. Außerdem konnten wir Trikots für die Fußballmannschaft der Schule kaufen, worüber sich die Schülerinnen und Schüler, für die Fußball eine große Rolle spielt, sehr gefreut haben.

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Wie in den Jahren zuvor standen wieder gemeinsame Aktivitäten im Mittelpunkt unserer Begegnung: Zum einen besuchten wir mit Schülern und Lehrern der Msitu wa Tembo den Tarangire-Nationalpark. Zum anderen standen in diesem Jahr auf unserem Stundenplan die Fächer Biologie, Chemie und Erdkunde.

2015 Tansania004

Höhepunkt war das gemeinsame englischsprachige Theaterstück des German Club und der Tansania AG, das beim Abschlussfest vorgeführt wurde.

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Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten soll weiterhin auf der Entwicklung gemeinsamer Unterrichtsprojekte liegen. Im Sommer 2014 haben uns erstmalig eine Lehrerin und drei Lehrer unserer Partnerschule besucht. Sie waren fast drei Wochen lang ein Teil unseres Schulalltags. Neben den Unterrichtshospitationen und verschiedenen Ausflügen erfolgte die Vorbereitung und Planung des Besuchs einer tansanischen Schülergruppe für den Sommer 2015 an der HLS. Gemeinsam wollen wir während der Projektwoche vom 14.-20.7.15 zum Thema Wasser in verschiedenen Projekten arbeiten. So wird die Partnerschaft noch weiter in das Schulleben hineingetragen. Ermöglicht wird der erstmalige Besuch der tansanischen Schülergruppe an der HLS von ENSA (Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Neben der inhaltlichen Vorbereitung werden wir parallel dazu in pädagogischen Seminaren von ENSA (zu Themen wie Teamgeist, Umgang mit Konflikten, kritische Auseinandersetzung mit Diversität und gesellschaftlichen Verhältnissen...) intensiv auf den Besuch vorbereitet. Alle freuen sich schon sehr auf die Gäste. Schon ca. vier Wochen nach der Begegnung in Deutschland werden sich die Schülergruppen bei einem Gegenbesuch in Tansania wiedersehen. Dort soll das Wasserprojekt fortgeführt werden, um die Partnerschaft auch in der tansanischen Schule weiter zu verankern.

 

Ziele:

Die Ziele unserer Partnerschaft sind vielfältig. Wir möchten die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule erhöhen und die tansanischen Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Arbeit unterstützen. Zugleich möchten wir selbst, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer der HLS, von der „Partnerschaft auf Augenhöhe“ profitieren. „Globale Entwicklung“, „interkultureller Austausch“ und „Eine-Welt-Themen“ sind für uns nicht länger bloße Schlagworte, sondern durch die lebendige Partnerschaft zu konkreten Herausforderungen geworden, denen wir uns weiter stellen wollen.

2015 Tansania009

 

Ansprechpartnerinnen:

Pia Bowinkelmann: bowinkelmann@hlshannover.de

Rosemarie Dreimann: dreimann@hlshannover.de

Constance Fischer: fischer@hlshannover.de

Birgit Krauße-Opatz: krausse-opatz@hlshannover.de

 

Artikel / Archiv:

Paten gesucht (Tansania-AG im Mai 2017)

bridge-it! Awards 2016: 4. Platz für das Tansania-Projekt

Staatskanzlei lobt Tansania-Partnerschaft

Sponsorenlauf 2016

Jambo aus Tansania! 01.09.2015

Safari einmal anders! 19.04.2015

Tansanischer Besuch an der HLS 16.09.2014

Ankündigung Besuch von drei Lehrern und einer Lehrerin aus Tansania 15.09.2014

Sponsorenlauf 29. Juli 2014

Tansaniafahrt August 2013 der HLS

Tansania-AG belegt den 8. Platz bei den Bridge Awards 06.12.2012

Tansaniafahrt August 2012 der HLS

Stern-Safari Zeitungsartikel Juli 2012

Stern-Safari am 19. Juli 2012

Benefiz-Radwandertour der Tansania-AG 04.07.2011

Sponsorenlauf finanziert Wassertanks 2010

 
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